Zucker avancierte in den letzten Jahren zum Staatsfeind Nr. 1. Nicht ganz zu unrecht. Denn der raffinierte Haushaltszucker enthält keinerlei Vitalstoffe mehr, da er hochgereinigt wird und einfach nur leere Kalorien liefert. Mittlerweile weiß man, dass Zuckersucht kein Ammenmärchen ist und die versteckte Süße in Industrieprodukten krank macht. Genau deshalb haben wir von PaPicante uns dazu entschlossen, keinen Zucker in unseren Produkten zu verwenden. Stattdessen nutzen wir die Power des Reissirups. Was gegen Zucker und für die Süße aus dem weißen Korn spricht, erfährst du im folgenden Artikel.
Raffiniert ist nicht so klug

Der in vielen Küchen verwendete Haushaltszucker wird aus heimischen Zuckerrüben oder tropischem Zuckerrohr gewonnen. Im Endprodukt unterscheidet sich beides jedoch nicht voneinander, denn Zucker besteht letzten Endes zu 100 Prozent aus Saccharose, einem Zweifachzucker. Um aus den beiden Pflanzen die weißen Kristalle zu gewinnen, sind viele aufwändige Vorgänge nötig. Diesen Prozess nennt man Raffination, weshalb der Haushaltszucker auch als raffinierter Zucker bezeichnet wird. Mit einem besonders feinen, ausgeklügelten Geschmack hat das aber nicht viel zu tun. Während der Raffination wird der Zucker von jeglichen natürlichen Bestandteilen befreit und hochgereinigt. Ein vital- und mineralstofffreies Endprodukt ist das Resultat. Kalorien in ihrer reinsten Form, die nachweislich krank machen. Zucker fördert nicht nur Karies, sondern auch zahlreiche weitere Erkrankungen, lässt den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen, sorgt für Fressanfälle und macht dick. Ob Depressionen, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Diabetes: Zucker ist maßgeblich beteiligt an Zivilisationskrankheiten.

Melasse ist klasse
Wer trotzdem Zucker verwenden will, sollte zumindest darauf achten, unraffinierte Sorten zu kaufen. Zum Beispiel braunen Rohrzucker. Dieser enthält nämlich Melasse, die viele Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine (B5) und Mineralstoffe wie Eisen, Calcium, Phosphor, Magnesium und Kalium enthält. Rohrzucker findest du im Regal als Vollrohr- oder Rohrohrzucker. Vollrohrzucker, die gesündeste Variante, erkennst du an der dunkleren Farbe und dem feinen Mahlgrad. Er sieht leicht feucht und fast pulverisiert aus. Das kommt dadurch, dass der Zuckerrohrsaft lediglich eingedickt, getrocknet und dann gemahlen wird. Ihm liegen keinerlei industrielle Verarbeitungen zugrunde und er enthält den höchsten Melasseanteil. Die günstigere Variante ist der Rohrohrzucker, der heller und gröber ist. Hierbei wird der Zucker einmalig raffiniert, sodass ein kleiner Anteil Melasse erhalten bleibt. Aber Achtung: oft findest du im Handel auch braunen Zucker, der lediglich aus gefärbtem weißen Zucker besteht. Sieh also lieber zweimal aufs Etikett, um sicherzugehen, dass du ein unraffiniertes Produkt in den Händen hältst.
Doch egal ob raffiniert oder unraffiniert: Zucker solltest du immer nur in Maßen genießen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt übrigens eine Tageshöchstmenge von 25 Gramm, das entspricht etwa fünf bis sechs Teelöffeln. Pro Kopf liegt der Zuckerverbrauch in Deutschland im Jahr aber bei 35 Kilogramm. Das sind etwa 95 Gramm Zucker pro Tag. Finde den Fehler.

 

Langkettige Kohlenhydrate

Reis Reis Baby!

 

Wir ziehen die Reisleine
Wir möchten dich nicht mit verstecktem Zucker belasten, doch irgendwie müssen unsere PaPis ja zusammenhalten. Deshalb haben wir uns für Reissirup entschieden. Er ist eines der ältesten Süßungsmittel und hat in Japan eine lange Tradition. Auch als Reishonig bekannt, lässt er sich dank seiner milden Süße und des karamelligen Geschmacks perfekt zum Kochen, Backen, als Brotaufstrich oder zum Süßen verwenden. Zur Gewinnung wird Vollkornrreis gemahlen und das daraus entstandene Reismehl mit Wasser und natürlichen Enzymen gekocht. Dadurch wird die Reisstärke in Zucker umgewandelt. Danach wird die Flüssigkeit gefiltert und eingedickt, sodass der goldgelbe Reissirup entsteht.
Als Naturprodukt enthält er viele Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium. Außerdem besteht er aus Mehrfachzuckern, den sogenannten Oligosaccharide, die langsam verdaut werden, wodurch der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schießt wie bei normalem Zucker. Dadurch bleiben Heißhungerattacken aus und der Körper kann länger davon zehren. Auch die in den letzten Jahren in Verruf geratene Fructose ist im Reissirup nicht enthalten, weshalb er sehr gut bei Fructose- und Sorbitintoleranz sowie Diabetes geeignet ist. Als ob das noch nicht genügend Gründe wären, ist Reissirup zudem glutenfrei, laktosefrei, histaminverträglich und vegan. Er ist für uns also die goldrichtige Wahl, um deine Papis so gesund wie möglich herzustellen.
Reissirup findest du übrigens mittlerweile in der Drogerie, vielen Supermärkten oder online. Achte darauf, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu kaufen, am besten aus ökologischem Anbau. So gehst du nicht nur sicher, dass der Reissirup gesunde Inhaltsstoffe enthält, sondern auch, dass Reisbauern vor Ort gefördert werden und die Umwelt geachtet wird.